Africa, I come!

 
04Januar
2014

Übrigens...

Achja liebe Leute, für alle die es noch nicht mitbekommen haben. Ich bin seit dem 6.12 schon wieder im guten alten Deutschland. Ich hab für eine große Überraschung gesorgt und die Gesichter waren es wirklich wert so lange das Geheimnis zu hüten. Schon Ende September hatte ich meinen Flug umgebucht um Weihnachten doch zu Hause zu sein. Im Endeffekt war das ziemlich klever, da Kenia Anfang Dezember beschlossen hatte die Visa von allen Reisenden nicht mehr zu verlängern. Deswegen bin iuch schon fast einen Monat zu Hause und habe endlich mal dran gedacht, dass auch hier zu schreiben. Ich hoffe ihr hattet alle schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2014!

01Dezember
2013

Traumstrand!

Freitzag Nachmittag ging esalso,nachmeinemausgiebigen Frühstück,zu Verena an den Diani Beach.verena ist auch eine Freiwillige in Kenia und über Facebook und andere Freiwillige lernt man sich so kennen. Das Wetter war eigentlich traumhaft, aber so langsam ist mir die Schwüle und Hitze hier unten an der Küste schon fast zu viel und ich sehne mich nach dem kalten, regnerischen Nairobi. Total genervt von all den Rufen und Anmachen kam ich also bei Verena an. Sie lebt in einem kleinen Dorf, hat ihre eigene Wohnung in einem Hof und es ist wirklich nett da. Neben mir sind Freitag noch 4 andere Freiwillige angekommen, die allerdings für ein paar Wochen in dem Haus wohnen werden. Für mich sollten es nur zwei Nächte werden. Freitag abend war dann echt ruhig, ich war müde vom vielen Matatu Fahren und bin dann recht schnell ins Bett.


Samstag ging es dann zusammen mit Verena, Elizabeth, Sabine und Leonie an den Tiwi Beach. Es war Verenas letzter Tag in Kenia und der sollte so schön wie möglich werden. Nach einer ganzen Weile Piki fahren, durch Busch und Gestrüpp, kamen wir also an. Der Blick war überwältigend: weißer Strand, Palmen, blaues Wasser und KEIN Seegras. Der Strand war menschenleer und es war einfach toll. Im Schatten der Palmen ließen wir uns also nieder, nicht ganz ohne Angst von einer Kokosnuss erschlagen zu werden. Ich gönnte mir eine ganzkörper Massage von einer sehr netten Kenianerin. Es war zwar entspannend, aber die Frau packte ordentlich zu und durch den ganzen Sand gab es noch ein gutes Peeling, aber ich war trotzdem die Ruhe selbst. Danach ging es zur Erfrischung also in den Indischen Ozean...Erfrischung? Pustekuchen, das Wasser war so warm wie in der Badewanne. Erst als man ein gutes Stück tiefer reingegangen ist, merkte man, wie es um die Füße kühler wurde. Aber so konnte man wenigstens schön lange im Wasser rumliegen und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. So verbrachten wir dann also auch den ganzen Tag. Abends gingen Verena und ich dann nochmal typisch kenianisch Essen: Chapati mit Bohnen. Ich denke es war ein gelungener Abschluss sowohl für ihren Aufenthalt in Kenia und meinen an der Küste.


Sonntags morgens also wieder alles in den Rucksack gepackt und zusammen mit Verena zur Fähre. Diese fuhr dann weiter zum Flughafen und ich zurück nach Nyali in das Backpackers Hostel. Irgendwo musste ich ja den ganzen Tag verbringen bis mein Bus abends um 10 zurück nach Nairobi fährt. Wie immer wurde ich herzlich empfangen und jetzt liege ich auf dem Sofa, genieße nochmal die Ruhe alleine zu sein und warte auf mein Mittagessen.


Meine Küstentour war wirklich schön und es tat gut alleine zu sein, gerade nach 5 Woche zusammen mit Anna :) Da tut eine Pause einfach mal gut aber ich freu mich auch riesig sie morgen endlich wieder zu sehen und wieder in meiner Gastfamilie zu wohnen. Zu Hause ist es halt doch am schönsten!

letzter Tag an den Stränden Kenias Strandmassage für Leonie traumhaftes Wetter weit und breit keine Menschenseele

29November
2013

Kilifi

Die letzten Tage waren bei mir mehr als entspannend! Dienstag Abend ging es mit den anderen Backpackern auf eine kleine Bootstour, kostenlos! Oragnisiert hat es der besitzer vom Hostel, die einzige Bedingung war, uns die Getränke in der Bar seines Freundes zu kaufen. Alles kein Ding und dann hieß es: Ab aufs Boot! Es war wunderschön, ein altes Holzboot mit lila Kissen und wirklich entspannend. Langsam fuhren wir also in die kleine Bucht rein, um den Sonnenuntergang zu genießen. Dort angekommen wurde erstmal geschwommen, mir war das nicht ganz so geheuer, da die Bedienung in der Bar meinte, sie hätte mittags noch ein Krokodil gesehen. Egal, Klamotten aus und rein. Sehr salzig, sehr kalt, also schnell wieder raus. Der Sonnenuntergang war leider nicht wirklich das Highlight, viel zu viele Wolken. Aber dafür war das Gefühl, vorne auf dem Boot zu sitzen und die Füße baumeln zu lassen umso schöner. Danach ging es dann also wieder ins Hostel. Es wurde Bierpong gespielt und das ein oder andere Bier zu viel getrunken. Das wurde vorallem Mittwoch morgen deutlich. Alle hingen in den Seilen, hatten Kopfschmerzen und wollten einfach nur schlafen. Also blieben wir zu Hause, hüpften in den Pool und abend wurde dann wieder der Fernseher angeschlossen.


Donnerstag früh raffte ich mich dann endlich auf, nach Kilifi zu fahren. Der Abschied fiel mir wirklich schwer, da ich alle in mein Herz geschlossen hatte und die Atmosphäre wirklich familiär war. Doch ich will ja auch was von dem Land sehen, in dem ich lebe. Die Straße nach Kilifi zog sich durch Palmen und Aloe Vera Plantagen. Irgendwann stoppte das Matatu einfach und alle mussten aussteigen. Als ich mich umschaute, sah ich kein bisschen Schatten und ich stand im nirgendwo und musste warten, bis mich das 5. Matatu endlich wieder weiter mitnahm. Endlich im Hostel angekommen traf mich gähnende Leere. Kein Mensch weit und breit. Ich war ein bisschen enttäuscht, schließlich wollte ich ja mögichst viele Leute treffen. Nach einer Weile fand ich dann doch noch zwei Finnen mit denen ich ein bisschen plauderte und zusammen Abendessen wollte. Erstmal aber ging ich runter an den Strand. Der Weg ging durch einen kleinen Wald und mich überraschte direkt eine kleine braune Schlange. Am Strand angekommen sah dann einen jungen Mann in einer Palme, gut 20 Meter hoch, sitzen und Kokosnüsse pflücken. Wie immer wurde ich von den Kinder wild berufen um deren Aufmerksamkeit zu bekommen. Ein netter junger Strandverkäufer machte mir das Angebot, mich auf einen Hügel in ein kleines Dorf zu bringen, um die Aussichrt über die ganze Bucht zu haben. Dankend nahm ich an und folgte dem jungen Herrn. Die Aussicht war wirklich überragend! Mangrowenwälder umgeben von blauem Wasser, weißer Sand und Palmen wohin den Kopf auf dreht. Zurück im Hostel genoss ich eine eiskalte Dusche in einem kleinen Bambuswald. Das Distant Relatives in Kilifi ist eine Eco Lodge, also alles Bio und gut für die Umwelt. Das Klo ist ein Loch, man spült also nciht ab sondern schüttet einfach eine kleine Schaufel Holzschnitze hinterher. Das Wasser vom Duschen wird zum Bewässern der Pflanzen benutzt. Die ganze Atmosphäre war sehr entspannt. Mir aber jedoch zu ruhig um noch eine zweite Nacht zu bleiben. Außerdem machten die Finnen sich auch auf den Weg Richtung Lamu und ganz alleine wollte ich dann auch nicht dort sein. Früh aufgestanden, alles zusammen gepackt und los. Zum Glück fiel mir noch auf, dass ich meine Stirnlampe nicht finden konnte. Also zurück ins Backpackers Hostel nach Mombasa und die Stirnlampe eingesammelt. Jetzt sitz ich wieder in Nyali, im Java's House, genieße eine kalte Limonade und Haferbrei mit Nüssen zum Frühstück bevor es gleich weiter zum Diani Beach geht. Dort besuche ich andere deutsche Freiwillige und genieße das Wochenende. Sonntag abend geht es ja schon wieder zurück in mein geliebtes Nairobi!

ein Äffchen auf meinem Balkon, fast schon Alltag! das Boot relaxen nach dem Schwimmen armes Waisenkätzchen, gefunden, gefüttert, behalten! der Raum in Kilifi Der Ausblick auf die Bucht biologisches Klo Bambusdusche, draußen unter freiem Himmel mit vielen tierischen Besuchern während dem Duschen der Compound vom Hostel

25November
2013

Nyali

Gestern Abend ging es dann also alleine an die Küste... Ich war ziemlich nervös, weil ich ja nicht wusste wie ich das ganze so angehe. Aber nach meinem ersten Tag muss ich sagen, ich bin gerne alleine unterwegs! Heute früh war ich schon um kurz nach 5 in Mombasa, da der Bus sich warscheinlich nicht so ganz an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten hat. Aber als ich zwischendurch immer mal wieder einen Blick unter meiner Schlafbrille herbei nach draußen geworfen hab, sah ich einen wunderschönen Nachthimmel voller Sterne und vorallem Sternschnuppen. In Mombasa angekommen, kannte ich mich ja zum Glück schon ein bisschen aus, und wusste somit dass ich das Matatu Richtung Mtwapa nehmen musste und in Nyali aussteigen sollte. Da ging es dann in das Mombasa Backpackers Hostel. Um viertel nach 6 war da aber noch nicht viel los, außer dass mir ein Feuerwehrmann ziemlich eilig entgegenkam... naja, was solls. Nach einer Weile kamen dann zwei deutsche Mädchen die sich aber schon auf dem Weg zurück nach Uganda machen wollten. Irgendwann kam dann der Hostelbesitzer und zeigte mir den Mädchenschlafraum: gemütlich, schlicht und leer. Ganz hinten in der Ecke lag jedoch eine Holländerin, die wir leider aus dem Schlaf gerissen hatten. Nachdem ich mir das Hostel erstmal drinnen und draußen auf eigene Fast genau angeguckt hatte, ging es dann an den Strand. Weißer Sand, blaues Meer, Palmen und jede Menge Seegras. Zum Schwimmen also nicht ganz so perfekt aber für einen kleinen Morgenspaziergang ganz angenehm. Auf dem Weg begegnete ich dann neben einigen Beachboys, die mir Safaris andrehen wollten, Crabby meiner Riesenkrabbe. Naja, riesig ist ein bisschen übertrieben, aber die Größte, die ich je am Strand selbst gesehen hab. Zurück im Hostel waren mittlerweile auch die anderen wach. Die anderen sind: ein Franzose, zwei Schwedinnen, insgesamt zwei Holländerinnen, ein Amerikaner der in Tanzania wohnt und ein Argentinier. Nach einem kleinen Frühstück und Chai auf Kosten des Hauses, ging es dann mit Sam und Francesco nach Mombasa. Ich hab ja eh nichts zu tun und warum dann nicht nochmal die Stadt angucken. Viel hat sich nicht verändert, außer dass die Pfützen weg sind und der Markt voller war. Gekauft hab ich mir jedoch nur eine Kokosnuss aus der zuerst das Kokoswasser getrunken und dann das "Fruchtfleisch" gepult wird. Nicht so lecker aber doch ganz erfrischend. Der restliche Nachmittag wurde dann rumgefaulenzt, mit den Holländerinnen einen Teeniefilm geguckt und am Pool relaxt. Das Abendessen hat sich jeder selber auf der terasse gemacht oder wie ich was bei der Küche bestellt. Der Plan ist es  nacher noch Bierpong zu spielen, aber eigentlich wollte ich mir ja mal ne Alkoholpause gönnen. Morgen zum Frühstück gönne ich mir mal Körnerbrot und Frischkäse. Hier bleib ich erstmal bevor es weiter nach Kilifi geht. Hakuna Matata! eine frische Kokosnuss zum Mittag morgendlicher Strandspaziergang überall liegen Kokosnüsse kleine Felsen und die Boote der Fischer und Safaris Crappy

22November
2013

Maseno, Mbita & Homa Bay

Mittwoch morgen ging es dann nach Maseno um uns einmal auf den Äquator zu stellen. Schon um 8 gingen wir für das letzte Frühstück auf die Dachterasse und genossen nochmal die Aussicht auf den See. Nach knapp einer dreiviertel Stunde mit dem Matatu, waren wir dann auch in Maseno und bewunderten mehr oder weniger die Metallkugel. Wie Anna so schön formulierte hatte sie "weniger Charme als das Stadthaus". Es war halt eine Kugel wo der Lack schon abblätterte, direkt an der Hauptstraße. Von da aus ging es dann auch wieder zurück nach Kisian um von da aus dann nach Luana K'Otieno um da die Fähre zu nehmen. Am Straßenrand tummelten sich einige Frauen, die große Körbe mit Bananen verkauften, so auch an uns. Im Vergleich zu den Preisen in Kisumu, wo wir für eine Banane 20 Bob zahlen sollten, bekamen wir hier 7 Bananen für 40 Bob! 2 Stunden ging es dann wieder durch die wunderschöne grüne Natur. Unser Fahrer war zwar nicht ganz seriös, da er die ganze Zeit auf nem grünen Stängel rumkaute, aber dafür hielt er extra für uns an einem merkwürdigen Felsen an, der unser physikalisches Wissen irgendwie überlistete. An der Fährstation angekommen wurden wir wie immer direkt belagert und konnten somit noch schnell in die schon fast ablegende Fähre hüpfen. Ein einfaches kleines Holzboot mit knapp 30 Passagieren schipperte uns gut eine Stunde in das kleine Hafendorf Mbita. Dort ging es dann schnell in ein Hotel mit einer unfassbar schönen Aussicht auf den See. Da es mal wieder nur ein Doppelzimmer gab, mussten Anna und ich ein Bett teilen, zum Glück gab es eine Klimaanlage, sonst wär die Nacht zu heiß geworden :)


Um noch etwas zu Abend zu Essen gingen wir also nochmal ne Runde durch die "Stadt". Recht schnell kamen wir in eine kleine Kaschemme. Eine Hütte aus Holz und Wellblech, in der gekocht wurde und daneben ein Verschlag aus Holz mit einem kleinen Vorhang, der Essensraum. Uns bediente eine super süße afrikanische Mama. Direkt wurden wir herzich empfangen und bekamen Chapati und Bohnen mit einem frischen mango-Avocado Juice serviert. Mama erzählte uns stolz, dass sie den Juice selber macht und dafür extra eine Maschine gekauft hat. Daraufhin gingen wir dann nochmal kurz ins Hostel um zu duschen, den Sonnenuntergang zu gucken und dabei wie immer eine Runde mensch-ärgere-dich-nicht zu spielen, Danach entschlossen wir uns nochmal zu Mama zu gehen, der Juice war einfach zu lecker. Ihre Reaktion war ein großes Lächeln und eine Einladung fürs Frühstück. Gesagt, getan! Am nächsten Morgen ging es schon um halb 10, nach einem kleinen Frühstück auf dem Balkon, wieder zu Mama um dort Mandazi zu essen und wie immer einen juice zu trinken. Leider waren die Mandazi noch nicht fertig und wir entschieden uns erstmal Rusinga Island, die Insel direkt an Mbita dran, zu erkunden. das war allerdings ein recht kurzer Spaß, da es dort nicht sooo viel zu sehen gab. Also schlenderten wir ein bisschen rum und setzen uns irgendwann an einen Hang um die Aussicht zu genießen. Immer wieder kam kleine Kinder und riefen immer weiter "Mzungu!" Für uns mittlerweile schon Alltag. Irgendwann haben wir uns dann sattgesehen an See, Bergen und Kindern und gingen zurück ins Dorf. Mama begrüßte uns schon von weitem und rief uns zu, dass die Mandazi fertig sind. Kaum saßen wir standen auch schon drei Teller und ebenso drei Gläser Saft auf dem Tisch. Mama erzählte uns dass ihr eigentlicher Name "Jane" ist und sie aus der Nähe von Homa Bay kommt. Sie hatte8 Kinder doch ihre älteste Tochter ist im April verstorben. Danach erzählte sie uns aber stolz, dass sie jetzt einen weiteren Sohn und zwei weitere Töchter hat...UNS! Wir quatschten ein bisschen und genossen das wirklich gute zweite Frühstück. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns und stiegen ins Matatu ein. Da hier Zeit ja quasi keine Rolle spielt, war es fast schon selbstverständlich dass wir eine Stunde warten mussten, bis das Matatu aus allen Nähten platzte und wir losfahren konnten. Ab nach Homa Bay!

auf dem Äquator der besondere Stein, für den unser Matatufahrer extra angehalten hat! Die Fähren nach Mbita mal wieder ein Äffchen am Straßenrand Frauen verkaufen ihre Bananen an Matatupassagiere zu verkaufen, so wie an uns :) Lunch bei Mama Der Blick auf den See Frauen waschen oft ihr Geschirr im See Frühstück bei Mama! Anna und ich zusammen mit Mama (Jane) und ihrer jüngsten Tochter der Hafen von Homa Bay schnell aus dem Regen in eine kleine Kaschemme auf einen Chai geflüchtet Paviane!!! am Straßenrand Der Ausblick von der Straße zurück, da steht man doch gerne mal ne Stunde in der prallen Sonne im Stau!Dort angekommen buchten wir erstmal den bus zurück nach Nairobi und machten uns dann auf die Suche nach einem bezahlbarem Hostel. Das dauerte komischer Weise länger als sonst aber wir wurden fündig. Bequeme betten mit Mosquitonetz, warme Dusche, keine Tiere. Alles gut! Um auch ein bisschen was vpn diesem Fischerdorf, es ist eigentlich eine Stadt aber das hat hier andere Ausmaße, zu sehen, gingen wir also mal wieder eine Runde planlos durch die Straßen. Erstmal ab zum Hafen, dort fing es recht schnell an zu regnen und wir flüchteten in eine kleine Bude auf heißen Tee, danach gabs noch Abendessen und endlich die ersehnte warme Dusche. Das war mal wieder schwerer als gedacht, da zur Zeit als Anna duschen wollte Stromausfall war und somit der Warmwasserheizer nicht funktionierte. Mich überraschte kurz noch Henry, eine Kakerlake, und beim Wasser abstellen bekam ich immer wieder kleine Stromschläge. Naja überraschen tut mich sowas schon nicht mehr. Wir starteten mal wieder eine Session Heimkino mit meinem Laptop und dann ab in die Kiste, immerhin fährt der Bus schon um halb 9 zurück nach Nairobi. Alles in allem waren es wunderschöne 5 Tage im Westen Kenias, die sich mehr als gelohnt haben!

22November
2013

Kisumu

Heute ging es dann mal intensiv durch Kisumu. Nach einer sehr langen Nacht im Hostel ging es auf die Dachterasse zum Frühstücken. Mit einer tollen Aussicht auf den See gab es wie immer mal wieder Marmeladentoast. Danach wurde fröhlich Richtung Stadt maschiert. Leider gibt es in Kisumu nicht wirklich etwas zu tun und die Bootstouren über den See waren uns für knapp 30€ pro Stune zu viel. Zu Fuß liefen wir also planlos durch die Stadt und fanden einen recht coolen Markt. Die Preise sind hier komischerweise sehr viel höher als in Nairobi und vorallem Obst ist lächerlich... 20 Bob für eine Banane! Trotzdem entschieden wir uns für das Abendessen eine Avocado, Tomaten, Zwiebeln und zwei Mangos zu kaufen. Mit ein bisschen Handel kamen wir auch auf einen akzeptablen Preis. Auf der anderen Seite der Straße gab es dann noch einen traditionellen Markt mit Fisch und allerlei Krimskrams. Dort trafen wir dann Daisy, die angebliche Nachbarin von Obamas Oma, die hier in Kisumu wohnt. Sehr nette Unterhaltung und SIE wollte dass ich ein Foto von ihr mache. Wir wollten runter zum See und liefen einfach mal dorthin doch leider kann man nirgendwo so richtig am See chillen also sind wir zum Kenyatta Sport Ground, ein Park mit kleinem Verkehrsübungsplatz für Kinder und zwei Fussballplätzen. Dort wurde dann eine Stune einfach nur in der Sonne rumgelegen und nichts gemacht, muss ja auch mal sein. Der restliche Plan war es dann am Abend den Sonnenuntergang am Hippo Point zu genießen. Auf dem Weg zurück zum Hostel fanden wir dann eine super süße kleine Bäckerei mit quasi deutschem Gebäck und erstaunlicher Weise günstigen Preisen. Eine Cremetasche und Joghurt später ging es dann endlich los zu Fuß zum Hippo Point. Da wir etwas zu spät waren und die Länge des Weges unterschätzt hatten, mussten wir auf Piki umsteigen. Das war mit dem Gewicht von 4 Leuten scheinbar ein bisschen überdorfert und wir setzten ständig auf. Endlich angekommen hatten wir perfekten Ausblick auf den See und am Horizont auf die Berge in Uganda. Die Sonne stand wie ein großer Ball zwischen Wolken und Bergen und ging schneller unter als wir gedacht haben. Zuerst waren wir enttäuscht keine Nilpferde gesehen zu haben, doch kurz bevor wir gefahren sind, sah man im Wasser einen kleinen Hubbel. Plötzlich riss ein Nilpferd nur wenige Meter von uns entfernt das Maul auf und kaute auf Seealgen rum. Leider war es zu dunkel und ein wenig zu weit weg um ein Foto zu machen, aber immerhin hab ich es gesehen! Das Abendessen wurde dann selbst zubereitet auf der Dachterasse vollzogen. Brot mit Avocado, Tomatensalat und Mango. Um den Abend ausklingen zu lassen, zog es uns dann noch auf einen Chai in das Restaurant um die Ecke. Immer mit dabei Simon's kleines Reise "Mensch ärgere dich nicht!" Also tranken wir Chai und spielten einige Runden, Anna gewann wie immer. Jetzt wird im Zimmer gechillt und morgen geht es dann zum Äquator und weiter nach Luanda K'Otieno Der Markt in Kisumu die überaus nette Marktfrau Daisy natürlich gibt es auch Fisch auf dem Markt Rumlümmeln im Stadtpark Lunch: Pillau mit Bohnen Victoria Bakery, ich hätte alles auf einmal kaufen können! Abends am Hippo Point Der Sonnenuntergang Anna und Simon...ramontisch :D ein Fischerboot ist noch auf dem See leider nur schwer zu erkennen, da es dunkel war. aber eindeutig ein Nilpferd!um dort mit einer Fähre auf Rusinga Island. Immer unterwegs...

18November
2013

Kakamega-Regenwald

Für mich, Anna und Simon ging es also Samstag Nacht in den Westen. Mit unseren Rucksäcken ab in den Bus, Augen zu und in Kisumu aufwachen...das war der Plan. Leider wurde der ohne die matschige Straße gemacht, auf der viele Busse und LKWs stecken blieben und somit kein Platz war. Mitten in der Pampa wurde also gehalten, eine gute Gelegenheit aufs Klo zu gehen. Anna und ich verließen also den Bus und rutschten beim ersten Schritt fast aus. Wir standen voll im Matsch und die Männer, die einfacher Weise an den Straßenrand pinkelten, zeigten nur auf einen Busch mit den Worten "Enjoy yourselves!" Naja, Anna musste und ich konnte es mir dann doch noch verkneifen. In Kisumu angekommen war es dann erst halb 4 und wir mussten uns also doch noch auf eine Nacht in einem Hotel einmieten. Das war zum Glück schnell gefunden, sauber und nicht alzu teuer. Nach knappen 6 Stunden Schlaf und einem überraschend gutem Frühstück sollte es dann möglichst schnell Richtung Kakamega gehen. Der Weg dorthin war schon wunderschön. Überall hatte der Regen das Grün aus den Pflanzen und Bäumen hervorgelockt und wir waren schlichtweg begeistern. In Kakamega wurde dann erstmal eingekauft, gegessen und dann der Weg zum Hostel im Regenwald gesucht... äußerst kompliziert wenn keiner, auch nicht die Einheimischen, wissen wo es ist. Nach langem Suchen bekamen wir dann das Angebot mit einem Auto für nicht alzu viel direkt vor die Lodge gefahren zu werden. Wir waren einverstanden und fuhren los. Leider hatte weder der Fahrer noch wir einen SO weiten Weg erwartet und es wurde teurer. Nach knapp 10 km holpriger Lehmstraße kamen wir aber dennoch heile an. Am Rande vom Regenwald war die Kakamega Rainforest Station. Unser Zimmer war klein, feucht aber dennoch gemütlich. Alles erinnerte an eine kleine Berghütte aber halt im Regenwald. Der Abend wurde mit Spielen und Film gucken verbracht. Da es am Morgen schon früh los ging waren wir auch dementsprechend früh im Bett und um 9 ging unser Licht aus.
Aber auch nur weil um 4 Uhr wieder der Wecker klingelte. Schnell wurden Brote geschmiert und sich angezogen. Wir wollten eine Sonnenaufgangstour machen und mussten somit vor der Sonne auf dem Berg sein. Unser Guide Abraham erschien für kenianische Verhältnisse extrem pünktlich und wir drei Banausen wanderten zusammen mit 4 anderen deutschen Mädels los in den feuchten Wald. Die ganze Nacht hatte es wie aus Eimern geschüttet und dementsprechend war der Weg schlammig und rutschig und wir mussten höllisch aufpassen, dass wir nicht ausrutschten. Es war ja auch dunkel. Nach knapp 1,5 Stunden waren wir dennoch oben auf dem Berg und wir waren überwältigt. Wir sahen vor uns einen kleinen orangenen Streifen am Horizont und davor ein schwarz-grünes Meer aus Bäumen in dem Nebelschwaden waderten... unfassbar! Wir setzen uns ins feuchte, hohe Gras und genossen den Ausblick. Langsam wurde der Himmel immer heller und irgendwann erschien dann der große Feuerball hinter einem Gebirge. Das war mit Abstand einer der schönsten Sonnenaufgänge den ich hatte! Als auch das letzte Bild mit der Kamera gemacht wurde ging es zurück. Vorbei an einer Fledermaushöhle in den Wald. Dort sahen wir dann große Vögel wie ich sie nur aus dem Zoo kenne und wir kamen uns wirklich einfach vor wie im Tropenhaus im Kölner Zoo, irgendwie merkwürdig sowas dann in Echt zu sehen. An der Straße angekommen sahen wir dann auch den ersten Affen im Baum sitzen. Noch recht verschlafen guckte er uns eine ganze Weile an bis er flinkt von Baum zu Baum hüpfte. An unserem Haus angekommen saßen dort rundherum überall kleine, graue Äffchen in den Böumen und schauten uns zu wie wir Zähne putzen und unsere Sachen zusammen packten. Es ging wieder zurück nach Kisumu. Das Matatu war wie immer beengend und unsere Rucksäcke wurden auf das Dach geschnallt, nicht ganz mit unserer Zustimmung, aber es ging nicht anders. Nach einem Mittagessen ging es dann in ein Hostel recht nah am Lake Victoria, hier wird jetzt erstmal gechillt und ausgeruht bis sich unsere Pläne konkretisiert haben:) MEIN Popcorn! unser Zimmer in Kakamega Abendessen, mal wieder Toast mit Blue Band das Bild ist ungelogen unbearbeitet! kompetente Reisegruppe <3 Abstieg Botanik im Regenwald Hier in Kakamega fährt man im Vergleich zu Nairobi super viel Rad Vögel Fast wie im Zoo nur besser Äffchen im Wald er guckte mich die ganze Zeit blöd an wie ich mir die Zähne geputzt ab Gepäcktransport mal anders Ndengu mit Chapati, Linsen mit dünnem Fladen

14November
2013

Tag in Bildern

Kein langer bericht, einfach mal ein normaler Tag in Bildern :)
schönes Wochenende, ich meld mich aus Kisumu! Die Kinder malen die Buchstaben für den Shop an das durchaus ansehnliche Ergebnis unser neuer Hund Cathrine auf der Schaukel Fidel und ich Die Kinder spielen das Mensch-ärgere-Dich-nicht was ich gebastelt hab! meine Jungs die ich am Anfang unterrichtet hab wichtig zu verteidigen, den Ballon! Ich bin mal wieder ein Kletterbaum Mittagessen: Kochbanane mit Tomatensalat

14November
2013

Aerobics

Gestern Abend waren Anna und ich bei uns um die Ecke bei einem Aerobic-Kurs. Ein bisschen Sport kann ja nicht schaden und für 100 Schilling (~1€) hat man auch nicht viel zu verlieren. Also, schnell rein in die Sportklamotten und raus auf die Straße. Der Weg zum "Fittnesstudio" dauert zu Fuß circa 5 Minuten, also auch kein großer Akt. Das Studio ist im Hinterhof von  einem großen Komplex mit einem Supermarkt und vielen anderen kleinen Läden. Vor der Tür warteten schon mehrere sehr korpulente Frauen und ein älterer Mann. Aus dem Raum, der sich als Studio raustellte, hörten wir Geräusche von schweren Gewichten die gestemmt wurden. Wir fragten uns schon, ob der Kurs immer im Innenhof stattfindet weil das gesamte Studio nur so groß war wie ein 5 Meter Raum auf einem Fussballplatz. Doch der Kursleiter räumte fleißig ein paar kleine Dinge in den Hof und wir gingen rein. Also ich muss euch sagen, dass ich fast in lautes Lachen ausgebrochen wäre. Es erinnerte alles an ein altes Fitnessstudio neben einem Boxring. Die Geräte sahen noch älter aus als sie es warscheinlich sind und die Poster an der Wand zeigten unzählig viele Bodybuilder und auch Bodybuilderinnen, quasi als Motivation. Der Gerucht war aber gar nicht so schlimm, ein wenig alter Schweiß und der wohlbekannte muffige Geruch einer alten Schulumkleide. Der Witz an  der ganzen Sache war allerdings, dass der Kurs nur auf der Hälfte des Platzes stattfand und das mit circa 20 Leuten, Bewegungsfreiheit gleich null. Und dann ging es los. Der Kursleiter wirbelte vorne durch die Gegend, schrie seine Kommandos auf Keswahili und rastete komplett aus. Anna und ich gucken uns verdutzt an, lachten und versuchten Schritt zu halten. Die ersten 40 Minuten wurden dann mehr schlecht als recht Aerobics gemacht. Da der Platz absolut nicht ausreichend war, wurde sich auf die Füße getreten, der Schweiß am Nachbarn abgewischt und die Moves gar nicht richtig ausgeführt. Das war dem Kursleiter aber total egal und zur rönung wurden noch Stepper ausgepackt. Da kamen Anna und ich einfach gar nicht mehr mit und versuchten unser eigenes Programm. Auch der Rest des Kurses gab die Versuche aus, dem Tempo der Anweisungen zu folgen und nur wenige sportelten noch mit. Abgeschlossen wurde die Stunde mit einer Art Bauchmuskeltraining auf alten, abgewetzen Matten. Ein Traum für jede Milbe. Es wurde sich gedehnt und dann ging es auch schon wieder nach Hause.


Fazit: Für einen Euro kann man sich die Erfahrung mal gönnen aber nochmal muss es nicht sein. Dadurch dass kaum Platz ist, kann man keinen richtigen Sport machen und ist somit selbst nach einer Stunde nichtmal ansatzweise ausgelastet. Da geh ich lieber auf dem Fussballplatz um die Ecke laufen... :)

10November
2013

Beerdigung in Kitui

Samstag morgen, 5:45 Uhr. Für Anna und mich klingelte der Wecker an diesem Wochenende wirklich sehr sehr früh! Wir wollten zusammen mit der Familie von Lusweti, dem Heimleiter im Watoto Wema Centre, nach Kitui fahren um dort seine Tochter Mercy zu begraben die am 20.Oktober leider im Alter von 16 Jahren verstorben ist. Wie ich ja schon erzählt hab waren wir deswegen auch am Donnerstag bei einem Gebet. Nach einem äußert dürftigem Frühstück fuhren wir also um halb 7 in die Stadt weil man uns laut Lusweti um halb 8 am Hilton amholen würde. Pustekuchen, in Kenia läuft halt auch an so einem Wochenende nicht alles wie geplant. Wir warteten und bekamen schließlich einen Anruf, dass wir doch nach Westends fahren sollten, wo das Leichenkühlhaus liegt. Also rein ins das Matatu und auf in den Westen. Dort holten wir also den Sarg ab. Es war äußert merkwürdig das alles mitzuerleben aber auch sehr interessant. Der Sarg wird nämlich aus dem Kühlhaus in eine Art Pavillon gebracht um dort nochmal ein paar Gebete zu sprechen. Dabei ist ein kleines Fenster vom Sarg offen, um nochmal einen Blick auf die Tote zu werfen. Alles war sehr emotional und Caro, die Mutter von Mercy, war der Situation nicht gewachsen und brach zusammen. Aber das war nicht genug, es wurden dabei noch eine Menge Fotos von ihr gemacht und mir wurde die Situation ein wenig zu skuril. Man hat keinerlei Privatsphäre an diesem Ort, da hinter einem kleinen Bach die Hauptstraße langläuft und circa 3 solcher Gebetspavillons direkt nebeneinander stehen. Nachdem der Sarg dann in den Leichenwagen gebracht wurde, stieg die engere Familie also noch dazu und der Rest zwengte sich in einem Bus, wo geradeso für jeden ein Platz frei war. Es ging also los in den Osten Richtung Kitui. Das liegt eigentlich gar nicht so weit weg (180km) aber dennoch prophezeiten wir nichts gutes. Zuerst verlief die Fahrt auch recht ruhig und Anna und ich dösten vor uns hin. Die Landschaft war auch ganz nett anzusehen und durch den Regen der vergangenen Tage auch mittlerweile etwas grüner. Ich hab sogar ein Zebra in freier Wildbahn gesehen! Wenn das mal kein Grund zur Freude war. Aber die war wohl verfrüht. Schon nach einer Zeit und dem Checken des Standortes dank Google, merkten wir, dass wir nicht in den angesagten 4 Stunden da sein würden. Dadurch dass das Matatu die ganze Zeit den Berg hinaufmusste und wir nicht gerade leicht waren, war unsere Durchschnittsgeschwindigkeit gefühlte -15 km/h. Nach knapp 3 Stunden stießen wir aber plötzlich auf den Leichenwagen, der vorrausgefahren war da er etwas schneller fahren konnte, und bemerkten, dass er eine Panne hatte. Also wurde gehalten und erstmal die Lage gecheckt. Es hieß die Bremsen wären nicht mehr ganz funktionstüchtig. Allerlei Männer versammelten sich um die Motorhaube und jeder gab etwas Wissen und Fachsimpelei dazu bei dass am Ende irgendwie doch nichts funktionierte. Wir saßen also eine Stunde im Nirgendwo, zum Glück mit ein paar Shops mit Keksen und Getränken. Plötzlich hieß es alle sollen in den Bus, das Auto fährt, es geht weiter. Das ging es dann auch aber nur für maximal 5 Minuten bis das Auto aus einem anderen Grund einfach liegen blieb. Keilriemen gerissen oder sowas. Leider gibt es ja auch in Kenia keinen Pannendienst oder Abschleppwagen. Somit wurde kurzerhand der Sarg aus dem einem Auto raus, und auf unseren Bus hinauf gehoben und auf dem Dach festgeschnallt. Man muss ja spontan sein. Der Bus wurde mit möglichst vielen Menschen vollgeladen und die letzten 25 km standen an. In Deutschland wäre das vielleicht eine Strecke von 15 Minuten gewesen, nicht so hier. Knapp 1 1/2 Stunden später, über Sandstraßen mit enormen Hubbeln, kamen wir also an. Ja, wo denn? Das war die Frage. Um uns herum war absolut nichts. Weit und breit sah man nur karge Bäume und ein paar Sträucher. Es ging einen kleinen Hügel hinunter und da standen dann 3 Lehmhütten mit Wellblechdach. Das Zuhause von Caro! Hier ist sie aufgewachsen, da ist sie geboren. Ein Großes Zelt war aufgebaut mit Plastikstühlen. Als erstes passierten wir jedoch das Grab, sah genauso aus wie bei uns, nur betoniert. Alle setzen sich schnell auf einen Platz, denn durch eine Verspätung von sage und schreibe 3 Stunden waren dir deutlich hinter dem Zeitplan. Aber als erstes wurde gegessen: Reis mit Ziege. Für mich gabs aber natürlich keine Ziege und darüber war ich mal wieder mehr als froh. Denn es gab alles von der Ziege, Fleisch, Knochen, Magen. Dazu ein warmes Soda und das Mittag-Abendessen war perfekt. Ich kann nicht klagen, der Reis hat satt gemacht. Danach ging es also los mit der Zeremonie... Ich würde euch ja gerne den Inhalt der vielen Reden, Gebete und Lieder erzählen aber ich hab kein Wort verstanden da leider alles auf Swahili war. In der zwischenzeit beschäftigte ich mich damit, die Männer zu beobachten die ungefähr 3 Mal das Grab ausgemessen haben, und sich dann noch ungefähr 5 Mal mit dem Maßband am Sarg nachmessten um festzustellen, dass der Sarg leider zu groß war. Sowas sollte mal in Deutschland passieren, eine Flut von Anwälten würden das Bestattungsunternehmen bestimmt verklagen. Aber lockerflockig wurden einfach die goldüberzogenen Griffe abgeschraubt und somit das Grab passend gemacht. Es ging also weiter. Der Sarg wurde von 6 Männern also ins Grab gelassen, es wurde gebetet und einige der engsten Angehörigen ließen etwas Erde auf den Sarg fallen. Wie warscheinlich in jedem Land folgten Blumengestecke. Dann wurde es wieder ein wenig kurios. Anstatt die ausgehobene Erde wieder in das Grab zu füllen, wurden Holzlatten über das Loch gelegt, darauf ein passendes Stück Wellblech und dann Zement. Das Grab wurde einfach zubetoniert, warscheinlich damit keine Hund kommen und einfach alles wieder ausbuddeln. Sobald der Sarg im Boden verschwunden war, war die Zeremonie auch schon vorbei. Die Mirkofonanlage wurde abgebaut und die aus den umliegenden Dörfern erschienenen Frauen und Kinder waren verschwunden. Zurück blieb eine Gruppe von weißen Freiwilligen und die Familie. Alle waren so langsam ziemlich müde aber es musste noch auf den Bus gewartet werden, der zurück zu dem anderen Auto zurückgefahren ist, um die mitgebrachten Decken und Matratzen einzusammeln. Gegen halb 10 traf dieser endlich ein. Kurz vorher überraschte uns noch ein Gewitter, der fast das Zelt unter dem wir saßen wegfegte. Also alle schnell rein in den trockenen Bus. Die Familie blieb hauptsächlich in den Hütten und sollte dort schlafen. Wir wurden in ein "Hostel" gefahren. Und da fing unser Spaß erst richtig an. Im strömenden Regen standen wir also vor einem gelblichen Vorhang zu einer Bar. Überall waren Käfer, Fliegen und andere Insekten. Dort sollten wir schlafen. Durch die Bar, welche natürlich voller betrunkener Männer war, ging es in den Hinterhof wo 5 Zimmer für uns bereitgestellt wurden. Die Frauen würden sich jeweils zu zweit eins teilen. Anna und ich bekamen also den Schlüssel und gingen in den Raum. Wir waren wirklich ein wenig schockiert. Nicht nur dass das Bett knappe 80cm breit war, was wir uns teilen sollten. Nein es war auch noch dreckig und stank. Die Wände waren voller Insekten und wir wussten nicht wo wir irgendwas abstellen konnten, ohne uns zu ekeln. Das größte Problem war jedoch das "Bad". Wir sind gar nicht erst rein um zu gucken ob man dort auf Toilette gehen kann, da der kleine Weg dahin über und über mit Käfern war. So etwas ekelhaftes hab ich noch nie gesehen. Der ganze Boden wimmelte und wir wollten keinen Schritt mehr gehen. Am liebsten hätten wir uns zurück nach Buruburu gebeamt. Aber irgendwie mussten wir ja die Nacht verbringen. Im Zimmer war es wenigstens warm und trocken. Wir präperierten also unseren Raum so, dass alle größeren Tiere erstmal mit dem Handtuch erschlagen wurden. Alles was auf dem Bett lag wurde runtergelegt und wir legten unsere Schlafsäcke rein. Möglichst so dass keiner mit einem Körperteil die Matratze berüht. Zum Glück hing über dem Bett ein moskitonetz, was auch einigermaßen lochfrei war, dies steckten wir so unter das Laken, dass möglichst kein Tier in unsere Höhle krabbeln konnte. Zuerst war der Plan uns die Schlafsäcke bis zum Kinn zuzumachen um sich ja nicht umzudrehen und das Bett zu berühren, doch da es sich im Schlafsack dann zu gefühlten 40°C aufheizte, war es einfach nicht möglich und wir resignierten. Wir kamen uns ein wenig vor wie im falschen Film aber dachten dann darüber nach, dass man in Kenia wohl auch mal eine so schlechte Erfahrung machen sollte. Die Nacht ging mehr oder weniger schnell vorbei. Gut geschlafen kann man es nicht nennen aber immerhin ein bisschen. Also wurde sich angezogen, gepackt und auf den Bus gewartet. Dieser war ungefähr 90 Minuten zu spät weil...ACHTUNG!!! Der Fahrer sich am Abend zuvor mit anderen Männern, unter anderem Simon und Jaab, den Männern unser Freiwilligentruppe, in der Bar betrunken hat und am morgen zu müde und betrunken war um uns um 8 abzuholen. Also ging es erst um halb 10 zurück auf das kleine Stück Land. Dort wurde dann noch Tee getrunken und gefrühstück. Wie immer ging es dann mit einer Stunde Verspätung, was ich mittlerweile schon echt gut finde, zurück nach Nairobi. Nach unglaublichen 4 Stunden waren wir dann auch da. Anna und ich waren super platt und wollten nur noch duschen und ins Bett, haben uns jedoch dagegen entschieden. Zuerst einmal alle Sachen lüften und was Vernünftiges Essen, gefüllte Chapati und frisches Obst. Man muss ja die fehlenden Vitamine wieder ausgleichen. Jetzt freu ich mich erstmal auf eine kalte, erfrischende Dusche und dann nach dem Abendessen auf mein warmes, trockenes Bett ohne Käfer! Gute Nacht! Panoramaausblick auf das Nichts das Festessen Frühstück serviert von Caro das ist keine Bohne sondern eine saure Frucht, gar nicht so übel quasi ein Festessen, dass wir wieder zu Hause sind! gefüllte Chapati und Obst <3

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